Rezension: „Wissenschaftliches Arbeiten im dualen Studium“ von Andrea Klein, erschienen in Verlag Franz Vahlen, München, 2018

Mit ihrem Buch „Wissenschaftliches Arbeiten im dualen Studium“ schließt Andrea Klein eine Lücke: Zwar gibt es zahlreiche Bücher zum wissenschaftlichen Arbeiten allgemein, aber keines das die Besonderheiten des dualen Studiums so umfassend und sorgfältig berücksichtigt, wie dieses neue Buch.

In fünf Kapiteln und einem umfangreichen Anhang gibt Andrea Klein Studierenden eines dualen Studiengangs eine umfangreiche Hilfestellung zum wissenschaftlichen Arbeiten.

Auch für Dozierende an dualen Hochschulen, die wissenschaftliche Arbeiten ihrer Studierenden betreuen, ist dieses Buch sehr hilfreich. Gerade wenn diese kein duales Studium absolviert haben, schärft dieses Buch den Blick für die besonderen Herausforderungen von Studierenden in dualen Studiengängen.

Im ersten Kapitel ihres Buches thematisiert Andrea Klein, welche Rolle das wissenschaftliche Arbeiten in einem dualen Studium spielt und verdeutlicht ihren Leserinnen und Lesern damit die Relevanz des bei vielen Studierenden wohl eher unbeliebteren Themas des „wissenschaftlichen Arbeitens“. Betreuer/innen bietet Andrea Klein mit diesem Kapitel Argumente, warum auch in einem dualen Studium wissenschaftliches Arbeiten bedeutsam ist.

Das zweite Kapitel widmet Andrea Klein dem Unterschied zwischen dem wissenschaftlichen Arbeiten in einem dualen und einem klassischen Studium und schärft damit sicherlich vor allem auch Betreuer/innen von wissenschaftlichen Arbeiten in dualen Studiengängen den Blick auf die besonderen Herausforderungen.

Das Kernstück des Buches für die meisten Leserinnen und Leser bildet sicherlich das Kapitel 3. Hier nimmt Klein ihre Leser/innen an die Hand und führt sie Schritt für Schritt durch den Prozess des Schreibens einer wissenschaftlichen Arbeit. Dieses Kapitel kann als ein Leitfaden beim Schreiben einer Wissenschaftliche Arbeit verwendet werden.

Im vierten Kapitel werden schließlich Konflikte thematisiert, die beim wissenschaftlichen Arbeiten auftreten können. Dabei nimmt Klein sowohl die intrasubjektiven Konflikte als auch Konflikte zwischen Studierenden und Praxisbetreuer/in und Betreuer/in an der Hochschule in den Blick. Sie zeigt auf, welche Konflikte auftreten können und wie mit ihnen konkret umgegangen werden kann.

Das Kapitel 5 schließt das Buch ab.

Das Buch ist insgesamt verständlich und kurzweilig geschrieben. Es enthält viele ganz konkrete Tipps und Tricks, sowie Methoden, die beim Wissenschaftlichen Arbeiten helfen können. Der Anhang enthält außerdem eine FAQ-Liste, zahlreiche Checklisten und Übersichten sowie konkrete Beispiele. Auch ein Stichwortverzeichnis fehlt nicht. Das Buch ist durch diese Elemente sehr praxisorientiert und kann in Teilen als Leitfaden zum Verfassen einer Wissenschaftlichen Arbeit verwendet werden.

Gleichzeitig genügt das Buch selbst auch Anforderungen, die ans wissenschaftliche Arbeiten gestellt werden: Andrea Klein verweist auf viele andere Quellen, auf Modelle und Ansätze aus anderen Büchern. Dies ist sinnvoll und konsequent – schließlich sollte man auch als Autor/in als gutes Vorbild voran gehen – allerdings unterbricht dies an manchen Stellen den Leitfaden-Charakter des Buches.

Alles in allem legt Andrea Klein mit diesem Buch auf jeden Fall ein sehr empfehlenswertes Werk für alle Studierenden und Dozierenden in dualen Studiengängen vor, die wissenschaftliche Arbeiten verfassen und betreuen.

Weitere Infos unter: http://www.wissenschaftliches-arbeiten-lehren.de/buecher/

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