#Hochschuldidaktik-Häppchen Nr. 1

Damit längere Gruppenarbeiten gut gelingen,

lassen Sie die Studierenden die Gruppen selbst bilden.

Konkreter Tipp

Lassen Sie, wenn es keine benennbaren Gründe gibt, die dagegen sprechen, die Studierenden die Gruppen selbst bilden.

Ihre Vorteile dabei

  • Sie vermeiden in der Regel Schwierigkeiten, die in den Gruppen auftreten können, wenn sich die Gruppenmitglieder gezwungen fühlen zusammenzuarbeiten.
  • Sie sparen die Zeit, die Sie für die Gruppeneinteilung benötigen.
  • Sie sparen die Zeit für die Gruppenfindungsphasen.
  • Sie sparen die Zeit, die Sie dafür bräuchten, auftretende Schwierigkeiten in den Gruppen zu klären – Schwierigkeiten sind in vorgegebenen Gruppen häufiger.

Warum ist das so?

Menschen sind motiviert, wenn sie sich als autonom erleben können. In Lehrsituationen können Lehrende ihren Studierenden jedoch oft keine oder nur wenig Autonomie ermöglichen. Deshalb ist es sinnvoll, dies immer zu tun, wenn es möglich ist. Bei der Gruppenzusammensetzung ist dies oft möglich.

Meine Erfahrung damit

Wenn die Studierenden die Gruppen frei bilden können, laufen manche Gruppen hervorragend und andere eher schlechter. Meistens finden sich nämlich die motivierteren Studierenden automatisch in Gruppen zusammen und die unmotivierteren in anderen. Das kommt mir sehr entgegen. Da ich meine Rolle als Dozentin darin sehe, Lerngelegenheiten zu bieten, werden so zumindest die motivierteren nicht ausgebremst, weil sie mit unmotivierteren zusammenarbeiten müssen. Die unmotivierteren versuche ich dann noch etwas „ins Boot zu holen“. Wenn sie aber gar nicht wollen, kann ich damit leben.

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